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Die Mischung macht’s: Farbkombinationen im Wohnbereich

Wohnen mit Farbe – von der Kunst der Kombination

Jeder hat sie mindestens einmal in seinem Bekanntenkreis – die Person, deren Wohnung man betritt und einfach nur „Wow!“ denkt. In diesen Räumlichkeiten stimmt alles: Das Mobiliar, die Accessoires, die Beleuchtung, und – ganz wichtig: Die Farbe. Tatsächlich macht die Farbgestaltung einen großen Teil der Ästhetik aus, die ein Raum transportiert. Farben machen Wohnräume unverwechselbar, sie stiften Identität. Und wer seinen eigenen vier Wänden ein neues Gesicht verleihen will, schafft dies mit einer neuen Farbgebung am schnellsten und am nachhaltigsten.

 

Viele Menschen sind dabei unsicher. Passt diese Farbe wirklich zu mir? Vielleicht doch lieber weiß? Mitunter ist manchmal ein wenig Mut vonnöten, aber wer in seinem Zuhause „Farbe bekennt“, wird feststellen, wie wohltuend sich dies auswirken kann. Entscheidend ist dabei die Kombination: Eine aufeinander abgestimmte Farbpalette wirkt häufig noch stilvoller als eine einzelne Schattierung. Welche Farben sich gut kombinieren lassen und wie sich diese Kombinationen auf uns auswirken, verraten wir Ihnen im Folgenden.

 

Der Farbkreis: Grundlage eines jeden Mischverhältnisses

Um die Kombination von Farben zu verstehen, hilft eine schematische Darstellung wie der sogenannte Farbkreis. Schon Goethe ließ sich vor über 200 Jahren von der Faszination der Farben anstecken und schuf seine Variante des Farbkreises. Die Sinneszellen in unseren Augen sind in der Lage, drei Grundfarben zu unterscheiden: Rot, Blau und Gelb. Diese Farben lassen sich nicht aus anderen Farben mischen; man nennt sie Primärfarben. Sie sind auf dem Farbkreis in gleichmäßigen Abständen angeordnet. Man kann sie mischen, dann entstehen Sekundärfarben: Aus Gelb und Blau wird Grün, aus Gelb und Rot Orange, und aus Blau und Rot entsteht Violett. Diese Sekundärfarben liegen auf der Kreisdarstellung genau zwischen den zugehörigen Primärfarben; durch weitere Mischung werden sie zu den sogenannten Tertiärfarben wie Blaugrün, Gelbgrün, Rotorange etc. kombiniert.

 

Dieses Schema kann uns unterstützen bei der Suche nach Farbkombinationen, die für unser Auge gefällig wirken. Wenn Farben auf dem Farbkreis nebeneinander liegen, können wir davon ausgehen, dass sie gut miteinander harmonieren. So passt ein kräftiges Orange beispielsweise gut zu den benachbarten Tertiärfarben Gelborange und Rotorange. Um einen starken Kontrast zu schaffen, wählt man hingegen die sogenannte Komplementärfarbe, das ist die jeweils auf dem Kreis gegenüberliegende Farbe. Im Falle von Orange wäre das die Primärfarbe Blau. Der Farbenlehre zufolge kann man sich für seinen Wohnraum ein harmonisches Farbschema erstellen, indem man sich für eine vorherrschende Farbe entscheidet, die gegenüberliegende Komplementärfarbe hinzunimmt und dann die jeweiligen Kreisdrittel zu beiden Seiten der Komplementärfarbe streicht. Was übrig bleibt, passt gut zueinander und kann in der heimischen Farbgestaltung wunderbar kombiniert werden. Um den Kontrast nicht zu stark zu betonen, bietet es sich an, die gewählte Haupt- oder die Komplementärfarbe etwas abzudämpfen, zum Beispiel durch eine Beimischung von Weiß.

 

Farbkombinationen mit Rot

Rot ist eine kräftige Farbe, die von unserem Auge als dominant wahrgenommen wird. Ein komplett in kräftigem Rot gestrichenes Zimmer wäre schlicht „Too much“. Empfehlenswert für den Rot-Liebhaber ist eine einzelne rote Wand, die mit etwas dezenteren, abgetönten Farben an den anderen Wänden kombiniert wird. Hierzu bieten sich beispielsweise dunklere Weißtöne wie Naturweiß oder Creme an, auch mit einem zarten Grau lässt sich Rot gut kombinieren. Als Kontrast bietet sich die Komplementärfarbe Grün an, doch wie oben beschrieben, sollte dann eine der beiden Farben in Form eines Pastelltons gewählt werden, da der Raum sonst farblich überfrachtet wirkt. Zum Farbschema passend sind auf jeden Fall die auf dem Farbkreis benachbarten warmen Farben wie Orange und Rotorange. Diese Kombination schafft eine behagliche, warme Atmosphäre, die uns Geborgenheit und Sicherheit vermittelt. Unterstützt wird eine solche Atmosphäre wiederum durch ein gebrochenes Weiß oder ein helles Grau.

 

Farbkombinationen mit Blau

Blau kann entspannend und beruhigend, aber auch frisch und dynamisch wirken. Da es sich bei Blau um eine kalte Farbe handelt, sollte man es – sofern man nicht bewusst eine kühle, nüchterne Atmosphäre erzeugen möchte – mit warmen Tönen kombinieren. Benachbarte Wände oder auch Stoffe und Wohnaccessoires in Naturfarben und Holztönen können die Kühle abfedern. Auch die Komplementärfarbe Orange, wiederum etwas abgetönt eingesetzt, schafft einen Ausgleich. Besonders natürlich wirkt Blau, wenn man es großflächig mit hellen Farben kombiniert, die in sich eher „unaufgeregt“ sind, also sandfarbene oder beige Töne. Blauschattierungen, denen etwas Rot beigemischt ist, harmonieren hervorragend mit violetten Tönen wie zum Beispiel Fliederfarben. In der Kombination mit kühlem, blaulastigen Grün lässt sich eine geheimnisvolle Stimmung erzeugen.

 

Farbkombinationen mit Gelb

Gelb ist eine „dankbare“ Farbe mit zahlreichen Schattierungen. Im Wohnraum ist es universell einsetzbar, von frühlingshaftem Pastellgelb über kräftiges Sonnengelb bis hin zu trendigem Senfgelb. Kräftige Gelbtöne suggerieren Natürlichkeit und passen gut zu Naturtönen aus dem Grünbereich. Frisches Dottergelb beispielsweise kann gut mit einem hellem, abgetönten Grün kombiniert werden. Auch ein zartes Blau passt gut dazu, für Mutige und Fans der 1970er Jahre bietet sich auch ein knalliges petrolfarbenes Blaugrün an. Knalliges Gelb in der Kombination mit anderen kräftigen warmen Farben wie Pink oder Orange wirkt anregend und vermittelt Wärme. Allerdings läuft man hier Gefahr, den Betrachter zu überfordern. Im Gegensatz dazu ist die Kombination von pastellfarbenem Gelb mit hellem Grau ein zartes Farberlebnis, das das Auge beruhigt und in dem auch filigrane Wohnaccessoires gut zur Geltung kommen.

 

Farbkombinationen mit Grün

Grün ist, ebenso wie Gelb, eine stark facettenreiche Farbe, die von einem unterwasserartigen Blaugrün bis zu einem österlichen Gelbgrün variieren kann. Gelblastige Grüntöne wirken dabei dynamisch und frisch; hellgrüne Pastelltöne hingegen sind eher beruhigend und kommen vor allem in der Kombination mit zarten Lila- oder Rosatönen zur Geltung. Ein bläuliches Grün kann vitalisierend und anregend wirken, allerdings sollte man es in Bezug zu neutralen Flächenfarben wie hellem Grau, Vanille oder gebrochenem Weiß setzen. Diese Farben passen auch zu stark ausgeprägten Grüntönen wie Tannen- oder Olivgrün. Wer den Wald liebt, wird sich in einer Kombination aus Grün und sanftem Braun wohlfühlen, die – wie ihr natürliches Pendant – beruhigt und Sicherheit vermittelt. Übrigens: Die Redensart „Grün und Blau schmückt die Sau“ deutet eine geringe Passung von Grün und Blau an. Tatsächlich sollte man diese beiden kühlen Farben in ihrer Reinform nicht unbedingt kombinieren, was jedoch weniger an der sprichwörtlichen Sau liegt, sondern eher daran, dass – sofern nicht eine der beiden Farben abgetönt oder aufgehellt wird – das Auge überfordert wird und eine allzu kühle Atmosphäre entsteht.

 

Wer Farben sinnvoll verbindet und auf die Wirkung ästhetisch ansprechender Farbkombinationen vertraut, wird erstaunt sein, welche atmosphärischen „Wunder“ sich mit Hilfe der Farbgestaltung im Wohnraum erzielen lassen. Die Gesamtwirkung eines Raums wird positiv beeinflusst, die Stimmung gezielt in eine Richtung gelenkt. Vertrauen Sie auf die Macht der Farben – und lassen Sie sich auf das aufregende Spiel ihrer Kombination ein.

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