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Wände richtig streichen: Tipps und Tricks vom Profi

Wände streichen wie ein Profi: Neuer Look fürs traute Heim

 

Wände streichen – kein Problem, wenn man ein paar Dinge beachtet

Eine Wand gleichmäßig mit einer Farbe versehen – so schwierig kann das doch nicht sein!? Was für die meisten Menschen auf den ersten Blick wie ein Kinderspiel wirkt, birgt allerhand Stolpersteine. Wer unbedacht drauflos streicht, wird am Ende – spätestens, nachdem die Farbe getrocknet ist – ein wenig zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. Ungewollte Schattierungen, lästige Farbnasen oder ein völlig vollgekleckerter Boden sind nur einige der Szenarien, die dem Hobbyanstreicher einen Strich durch die Rechnung machen können. Wer hingegen einige wichtige Grundlagen beachtet, wird viel Freude mit wunderschönen frisch gestrichenen Wänden haben. Die wichtigsten Hinweise haben wir für Sie zusammengetragen.

 

Bestens gerüstet: Alles Notwendige vorab besorgen

Welcher Farbton soll’s denn sein? Ist diese Frage erst einmal geklärt, dann gilt es, sich mit der passenden Wandfarbe einzudecken – und zwar nicht zu knapp. Denn nichts ist ärgerlicher, als samstags kurz nach Ladenschluss festzustellen, dass auf den letzten (Quadrat)metern die Farbe knapp wird. Die Quadratmeterzahl lässt sich leicht vorab berechnen, und die einzelnen Hersteller machen auf den Farbeimern genaue Angaben dazu, wieviel Farbe pro Quadratmeter notwendig ist. Kalkulieren Sie zusätzlich etwas Farbe als Reserve für spätere Ausbesserungen. Machen Sie Ihre Entscheidung nicht vom Preis abhängig – hochwertige Wandfarbe hat nicht nur ein höheres Deckvermögen, sondern macht das Streichen insgesamt deutlich leichter. Schließen Sie in Ihre Mengenberechnung auch die Zimmerdecke ein. In den meisten Fällen ist es sinnvoll, diese ebenfalls zu streichen, da sie sich von den Wänden sonst farblich absetzt, weil ihr Weißton beispielsweise etwas nachgedunkelt ist.

 

Bei der Auswahl des Werkzeugs ist die Größe zu beachten: Wie breit sollte der Farbroller sein? Ist die Größe der Farbwanne passend? Wie schmal muss der kleinste Pinsel sein, um wirklich jede Stelle (wie etwa hinter der Tür oder der Heizung) zu erreichen? Wie bei der Wandfarbe sollte man auch bei den Materialien nicht sparen. Fusselnde Malerrollen aus Plüsch können einem schnell den letzten Nerv rauben. Empfehlenswert insbesondere für etwas grober strukturierte Wände sind Rollen aus Lammfell, bei feineren Lasuren sind kleinere Schaumrollen gut geeignet.

 

Und natürlich sollte auch alles Weitere vorhanden sein: Kreppband, Malerfolie, ein Rührstab, eventuell Malervlies und eine ausreichend hohe Leiter oder Teleskopverlängerung. Befinden sich in der Wand Bohr- oder Dübellöcher, sollte man sich noch mit Spachtelmasse bevorraten; für größere Unebenheiten ist eine spezielle Tiefengrundierung empfehlenswert.

 

Alles parat? Die Vorbereitung des zu streichenden Raumes

Idealerweise ist der Raum, der gestrichen werden soll, komplett leer. Wenn es also möglich ist, sollten Sie alle Möbel entfernen; schwere und unhandliche Möbelstücke können auch in der Mitte des Zimmers zusammengeschoben werden. Nun beginnt die Prozedur des Abklebens: Der Fußboden (und die eventuell noch vorhandenen Möbel) werden mit Folie oder Papier ausgelegt, das mit Malerkrepp fixiert wird. Auch für Fußleisten, Lichtschalter, Steckdosen sowie Tür- und Fensterrahmen kommt Malerkrepp zum Einsatz. Für besonders präzise Ergebnisse können Lichtschalter und Steckdosen auch abmontiert werden – in diesem Fall ist natürlich unbedingt zuerst die Stromzufuhr am Sicherungskasten zu unterbinden. Wenn hinter Heizkörpern gestrichen werden muss, sollten auch diese möglichst stramm umwickelt werden; hierzu bietet sich beispielsweise Alufolie an.

 

Nun geht es an die Vorbereitung des Untergrundes. Risse und Löcher in der Wand werden verspachtelt, Unebenheiten mit Tiefengrundierung ausgeglichen werden. Alte Tapeten müssen ganz abgenommen werden, verbleibende Klebereste entfernen Sie am besten mit einem speziellem Tapetenablöser. Auch für alte, schlecht haftende Anstriche, die sich noch auf der Wand befinden, kann Tapetenlöser verwendet werden. Allen anderen Verschmutzungen kann man meist mit einem feuchten Tuch zu Leibe rücken. Wenn die Wand dann schließlich sauber und gänzlich staubfrei ist, steht einem frischen Anstrich nichts mehr im Wege.

 

Los geht’s: Das Zimmer bekommt ein neues Gewand

Sie ist zugegebenermaßen der undankbarste Part der großen Streichaktion: Die Decke. Dennoch sollte man immer hier oben mit dem Streichen beginnen, damit keine Farbe von der Decke auf die frisch gestrichenen Wände tropft. Mit Hilfe einer Teleskopstange vermeidet man auch beim Überkopf-Arbeiten allzu große Anstrengungen.

 

Bei einem geplanten farbigen Anstrich der Wände ist es Geschmackssache, ob die Decke in der gleichen Farbe oder lieber in Weiß gestrichen werden soll. Allerdings sollte man gerade bei niedrigen Räumen und sehr kühlen Farbtönen bedenken, dass dunkel gestrichene Decken mitunter erdrückend wirken können. In diesen Fällen sollte man sich für eine weiße Decke entscheiden, die man mit einem etwa 10 Zentimeter breiten weißen Streifen am oberen Ende der Wände optisch „abfedert“.

 

Sowohl bei der Decke als auch bei den Wänden sollte man immer an der Lichtquelle, also am Fenster, beginnen und sich von dort aus in den Raum hineinarbeiten. Die Farbe wird vor dem ersten Verwenden mit einem Rührstab gründlich durchgerührt, damit sich die Farbpigmente gleichmäßig verteilen. Widmen Sie sich zunächst mit einen flachen Pinsel den schwierigeren Stellen, also kleinen Flächen, Fenster- und Türeinrahmungen, Ecken etc. Treffen Sie diese Vorarbeiten jedoch immer nur dort, wo Sie im Anschluss dann großflächig streichen, damit Sie „nass in nass“ arbeiten können und keine sichtbaren Übergänge erzeugen. Die großen Wand- und Deckenflächen können Sie sich gedanklich in kleinere Parzellen unterteilen, die Sie dann ausfüllen. So trifft auch hier immer nass auf nass, und allzu grobe Übergänge werden vermieden.

 

Der Pinsel sollte nur ein bis zwei Zentimeter tief in die Farbe eingetaucht werden, damit keine Farbnasen entstehen. Die Malerrolle wird leicht angefeuchtet und so oft abwechselnd in der Farbe und über das Abstreifgitter gerollt, bis sie zur Gänze getränkt ist, ohne zu triefen. Zunächst wird in etwas schrägen, sich überkreuzenden Bahnen gestrichen, direkt im Anschluss fahren Sie dann mit der Farbrolle noch einmal vertikal von oben die Wand entlang. Nach etwa drei bis vier Bahnen wird die Rolle – ohne vorheriges Eintauchen – noch einmal über die Ansätze gerollt, um die Übergänge zu ebnen.

 

Wenn Sie sich für eine dunkle Farbe entschieden haben, die nur eine einzige Wand schmücken soll, so wirkt diese oft besser, wenn Sie weiß „eingerahmt“ wird. An den Seiten und zur Decke hin sollte also ein weißer Streifen verbleiben. Markieren Sie diesen mit Hilfe von Malerkrepp, das sie zunächst weiß überstreichen und ganz trocknen lassen. Dadurch gelangen keine Farbpigmente unter die winzigen Öffnungen im Kreppband; die Kante sieht sauber und nicht ausgefranst aus. Entfernen Sie das Krepp, bevor die dunkle Farbe getrocknet ist.

 

Während bei weißen Wänden oft schon der erste Anstrich ein zufriedenstellendes Ergebnis zeigt (vor allem, wenn man hochwertige weiße Wandfarbe verwendet), muss bei dunkleren Farben meist eine zweite Runde eingelegt werden. Lassen Sie in diesem Fall die erste Schicht auf jeden Fall gut durchtrocknen. Selbst, wenn das Ergebnis an manchen Stellen fleckig aussieht – das kann sich im trockenen Zustand alles noch ändern. Gleiches gilt natürlich auch für die weiße Wand: Erst einmal abwarten, ein endgültiges Urteil ist nur im ganz trockenen Zustand möglich.

 

Alles fertig? Bloß nichts wegwerfen!

Haben Sie nach getaner Arbeit noch Farbe übrig? Umso besser! Mit den Resten lassen sich später eventuelle Korrekturen und Ausbesserungsarbeiten durchführen. Achten Sie darauf, den Farbeimer gut zu verschließen und an einem möglichst dunklen Ort aufzubewahren, der keinen allzu großen Temperaturschwankungen unterliegt. Kleine Farbmengen können Sie auch in gut verschlossenen Schraubgläsern lagern.

 

Alle Reste verpackt, Malerkrepp und Abdeckfolie entfernt, Farbe getrocknet, Möbel wieder an Ort und Stelle gerückt? Wunderbar, dann lehnen Sie sich innerhalb der neu gestalteten Wände zurück und genießen Sie die einzigartige Atmosphäre, die nur ein frisch gestrichener Raum ausstrahlen kann!

 

Quelle (Bild): https://pixabay.com/de/walze-farbe-eimer-wandfarbe-weiß-1034914/

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